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Goldtonung
Goldtoner werden bevorzugt eingesetzt um die Archivfestigkeit von Silberprints zu erhöhen. Im Gegensatz zum Selentoner, der bei den Schatten beginnend erst spät die Lichter erreicht, greift der Goldtoner alle Dichten gleichmäßig an. Wurde das Bildsilber mit Kalt- oder Neutraltonentwicklern reduziert ist eine Farbveränderung kaum wahrnehmbar.

Die Dichtewerte steigen allerdings gewaltig an. Dies kann ausgenutzt werden um die Brillanz zu erhöhen. Werden kühle oder gar blaue Bildtöne angestrebt, müssen Warmtonpapiere mit hohem Chlorsilberanteil warm bis braun entwickelt werden.




ungetonter Print



nach Goldtonung

Fomatone
Wolfgang Moersch

 
Goldtoner bewirken einen umso kühleren Tonumschlag je wärmer der Print entwickelt wurde. Bei diesem Extrembeispiel wurde das Bild auf Fomatone Warmtonpapier in einem starkverdünntem ammoniakalkalischem Metolentwickler hervorgerufen.





Lithprint, Selentonung



Lithprint, Selentonung + Goldtonung

Lithprints auf Oriental
A.S.C.


Die beiden identischen Ausgangsprints wurden kurz in Selen 1+10 getont. Hierdurch wurden lediglich die tiefen Schattenpartien verstärkt, die Lichter blieben nahezu unbeeindruckt. Der rechte Print wurde zusätzlich etwa 30 Sekunden goldgetont. Es ist deutlich zu erkennen, daß neben dem Farbumschlag eine Dichtezunahme in den Lichtern stattfindet.

Eine Vortonung in Selen ist nicht unbedingt erforderlich. Erfahrungsgemäß setzt jedoch die Wirkung des Goldtoners um einiges schneller ein. Wird die Verweilzeit im Selentoner ausgedehnt, lassen sich recht angenehm wirkende Splittonungen erzeugen. Verbindliche Angaben lassen sich hierfür leider nicht machen, da jedes Papier auf diese Prozedur anders reagiert.





Polychromeprint, Selentonung+Goldtonung
Select Sepia VC
Patrik Budenz


Ein weiteres Bildbeispiel mag die Unterschiede verdeutlichen. Hier zeigt sich zudem, daß der zu tonende Print um einiges heller gehalten werden muß, um ein Zulaufen der Schatten zu vermeiden.





Polychromeprint, ungetont



Polychromeprint, Goldtonung 1:30 min



Polychromeprint, Goldtonung 3 min

Kentmere Kentona
Wolfgang Moersch


Durch Entwicklung hervorgerufene gelbe oder rötliche Töne werden in Richtung Magenta bis Blau umgetont. Dies zeigt das folgende Beispiel.





Polychromeprint, ungetont



Polychromeprint, Goldtoner

Select Sepia VC matt
Patrik Budenz


Nach einer Schwefeltonung entsteht in Abhängigkeit von der Tonungszeit ein mehr oder weniger starker Rötelton.





Selen+Schwefel



Selen+Schwefel+Gold

Lithprint auf Classic Vario
Helga Pisters