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Polychrome Entwicklung Teil 3: Farbvergleich von Warmtonpapieren
Geeignete Papiere für die Polychrometechnik und ihre unterschiedliche Reaktion auf Selen- und Polysulfidtonung

Alle Papiere der folgenden Beispiele wurden bei identischer Entwicklerabstimmung entwickelt. Unterschiedlich waren die erforderlichen Belichtungszeiten und die Entwicklungszeit im Erstentwickler.

Dieses IR-Negativ ist ein Beispiel für einen hohen Kontrastumfang. Entwickelt wurde in Tanol Speed, allein die Silberdichte liegt bei 1.46 log D! Silberdichte + Stain ergeben einen für blauempfindliche festgraduierte Papiere viel zu hohen Kontrastumfang - für konventionelle Entwicklung. Ein Abzug auf Gradation 1 sähe aus wie auf 4 oder 5 geprintet. Bei der Polychrometechnik kommen solche "unprintbaren" Negative wegen der Steuerungsmöglichkeit über die Lichtmenge und die Verweildauer in den beiden sehr unterschiedlichen wirkenden Entwicklern völlig problemlos.





Fomatone 132





Fomatone 132 SE1 Selen 1+25 4 Minuten





Fomatone 132 MT4 Siena Polysulfidtoner 1+25 40 Sekunden





Kentmere VC Warmton





außer Konkurrenz - nur zum Vergleich
die alte cadmiumhaltige Kentonaemulsion
ungetonter Print





Kentmere Kentona





Kentmere Kentona MT1 Selen 1+25 2 Minuten





Kentmere Kentona MT4 Siena Polysulfidtoner 1+25 1 Minute





Forte PW14 - Select VC - Bergger Prestige - Adox Polywarmton MT1 Selen 1+25 2:30 Minuten





Fomabrom Variant III



Dieses Papier hätte einen stärker angesetzten Lithentwickler vertragen können, die benötigte Zeit für die Schwärzung der Schatten war gegenüber den anderen Papieren mit sechs Minuten schon zu lang. Auch der Grad der Überbelichtung musste gegenüber dem an sich unempfindlicheren Fomatone verdreifacht werden. Die Folge waren stark belegte Hochlichter. Zur Klärung der Bildweißen wurden die Lichter abgeschwächt (schwach gebleicht und fixiert).




Fomabrom Variant III MT1 Selen 1+25 5 Minuten



Die vorangegangene Lichterbleichung hat natürlich auch den Grundschleier entfernt, der für das Zustandekommen eines intensiven Farbtons ursächlich ist. Bekanntermaßen tonen reine Bromsilberemulsionen in Selen langsamer als Mischemulsionen. Bei der Verdünnung von 1+25 tut sich auch nach fünf Minuten noch nicht sehr viel.
Unten der gleiche Print nochmals vier Minuten getont bei einer Verdünnung von 1+6.





Fomabrom Variant III MT1 Selen 1+6 4 Minuten