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Zweibad mit Lith
1. für braune bis rötliche Töne - 2. zur Kontrastverstärkung der Schattenzonen
links der pure Lithprint (Easylith 1+15) - rechts Zweibad mit Lith (1+7) als Erstentwickler - Zweitentwickler verdünnter Meritol
Papier: Fomabrom Variant 111

Die beiden Entwickler müssen in ihrer Wirkung auf die gewählte Lichtmenge abgestimmt werden. Je nach Abstimmung (Lith) und Verdünnung ist eine Überbelichtung von einer halben bis zu vier Blenden erforderlich. Weil Gradationsfilter eine Menge Licht schlucken, bei der Lithprinttechnik aber keinen Vorteil bringen, ist im Interesse kurzer Zeiten mit Weißlicht zu belichten.
Es kann durchaus schon ausreichend sein, die Belichtungszeit eines gefilterten konventionellen Prints zu übernehmen, wenn der Lithprint mit Weißlicht belichtet wird.

Zunächst wird die erforderliche Belichtungszeit für den Erstentwickler ermittelt. Die Lichtmenge, die zwischen drei und fünf Minuten die tiefen Schatten im Lithentwickler hervorruft, wird dann für einen Probestreifen im Zweitentwickler übernommen. Die Verdünnung des Zweitentwicklers ist dann so wählen, daß Lichter und Mitteltöne nach einer Entwicklungszeit zwischen einer bis drei Minuten stehen. Wenn die Proben in beiden Entwicklern (bei identischer Belichtungszeit!) die gewünschte Deckung aufweisen, kann die Zweibadentwicklung auf Anhieb das gewünschte Ergebnis bringen. Wird der Print insgesamt zu schwer, ist die Belichtungszeit geringfügig zu verringern, oder der Zweitentwickler etwas stärker zu verdünnen.

Als Zweitentwickler eignen sich im besonderen Maße langsame Warmtonentwickler, doch prinzipiell dürfte jeder Entwickler bei entsprechender Verdünnung zum Erfolg führen. Je nach Formulierung des Zweitentwicklers, also seiner Entwicklersubstanzen, des Sulfitgehalts und der Alkalität stellen sich natürlich eine unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeit und unterschiedliche Lichtertöne ein.

Zur Demonstration habe ich zwei Prints mit völlig unterschiedlichen Zweitentwicklern erstellt, doch bei angepaßter Verdünnung ist kein Unterschied erkennbar, sodaß ich hier auf einen von beiden verzichten kann.
Mit gleichen Entwicklungszeiten 3+3 Minuten benötigte Meritol eine Verdünnung von 1+100, der wesentlich schnellere Metolentwickler Separol Soft mußte 1+300 verdünnt werden.

Sobald die Schatten im Lithentwickler volle Schwärzung zeigen (oder auch schon kurz davor) wird ohne Verzug in den Zweitentwickler gewechselt und dabei wird der Print kräftig bewegt! Nur die Keime, die im Lith kurz vor der Schwärzung standen, ziehen dabei zu dem "Lithschwarz" auf, die übrigen Schattenbereiche werden natürlich wie alle anderen Zonen dunkler, doch die Differenzierung bleibt erhalten. Sobald die Lichter die erforderliche Dichte haben, wird der Entwicklungsvorgang im Säurebad abgebrochen.