Buchveröffentlichung
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Silber POP Lobotype

Die Kombination von Ammoniumeisen(III) oxalat und Silbernitrat für ein Auskopierverfahren ist naheliegend, auch wenn die Mischung der beiden Lösungen auf den ersten Blick nicht erfolgversprechend aussieht. Dies war jedoch einer der Gründe, weshalb ich erste Versuche vor etwa 20 Jahren als gescheitert betrachtet hatte. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass auch andere Printer sich schon mit dieser Möglichkeit beschäftigt haben. Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass nicht der Eindruck erweckt werden soll, etwas völlig Neues gefunden zu haben. Die Bezeichnung Lobotypie dient lediglich der Unterscheidung gegenüber verwandten Verfahren wie dem Vandykedruck, der Argyrotypie, der Kallitypie und der Athenatypie.

 

Es werden mindestens zwei Lösungen gemischt, Ammoniumeisen(III) oxalat in einer Konzentration von 40 – 45% und Silbernitrat in Konzentrationen zwischen 10 – 15%. Eine höhere Konzentration als 10% ist nicht erforderlich, kann jedoch eingesetzt werden um den Kontrast und die Maximalschwärzung zu erhöhen.

Wie bei anderen Alternativverfahren kann Tween tropfenweise zugesetzt werden, um einen gleichmäßigen Auftrag zu erleichtern, unbedingt erforderlich ist das nicht.

Vorteilhaft kann sich die Zugabe einiger Tropfen konzentrierter Zitronensäure auswirken, um die Klärung zu erleichtern und den Bildton in eine etwas kühlere Nuance zu verschieben.

 

Bei der Mischung von Ammoniumeisen(III) oxalat und Silbernitrat entsteht keine klare homogene Lösung, sondern eine milchige Emulsion mit der Tendenz sich recht schnell wieder zu entmischen. Wird eine größere Menge für die Beschichtung mehrerer Blätter angesetzt, ist der Ansatzbecher vor jeder Entnahme einer Teilmenge leicht zu schwenken.

 

Ansatzbeispiel mit 12,5% Silber für einen leicht erhöhten Kontrast und Zitronensäure für eine kühlere Farbe.

 

AmFerriOxalat

Zit 50% Tropfen

Tween Tropfen

Silber 10%

Silber 15%

2 ml

4

0

1 ml

1 ml

 

Für eine Fläche von 20x25cm werden 2 ml Emulsion benötigt.

Der Auftrag kann mit einem Schaumstoff- oder Haarpinsel erfolgen. Für eine gleichmäßige streifenfreien Vertreibung ist ein trockener Haarpinsel (Hake Brush) unbedingt erforderlich.

Entwicklerbad: Demineralisiertes Wasser oder mit einigen Tropfen Zitronensäure 50% angesäuertes Leitungswasser.

Klärbad: Zitronensäure 1%

Fixierbad: ATS Fixer sauer 1+10

Einige der Entwickler für die Kallitypie können ebenfalls verwendet werden. Eine deutliche Veränderung des Bildtons konnte jedoch nur in wenigen Fällen beobachtet werden. Auf jeden Fall sollten diese Entwickler aber stärker verdünnt eingesetzt werden.

Bisher getestet sind:

Natriumcitrat 10%

Kaliumcitrat 1,5%

Ammoniumcitrat 5%

Natriumacetat 2% - 5%

Rochelle salt für die Kallitypie 1+1 verdünnt

Kaliumoxalat und Phosphate sind ungeeignet.

 

Empfohlene Toner:

MT10 Goldtoner vor und nach der Fixage

Platin- und Palladiumtoner vor der Fixage

MT7 Eisenblautoner nach der Fixage

MT3 Variotoner nach der Fixage

 

Eine ausführliche Anleitung wird jeder Bestellung beigelegt.

Für die Erstellung digitaler Drucknegative wird eine spezielle Kurve benötigt, die auf Wunsch kostenfrei mitgeliefert wird.

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