Buchveröffentlichung
Juli 2018
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Netzmittel mit Bildsilberstabilisator

Unter Einfluß von Licht und Luftschadstoffen kann Bildsilber oxidieren. Die dabei entstehenden Silbersalze können sich durch Photolyse zersetzen. Es entstehen gelbliche bis bräunliche Verfärbungen, zunächst nur in den helleren Tonwertbereichen, im weiteren Verlauf bis hinein in die tiefen Schatten. Bei Vorhandensein geringer Mengen von Schwefelwasserstoff in der Raumluft bildet sich gelbbraunes Silbersulfid.
Unter ungünstigen Bedingungen können solche Erscheinungen auch nach sorgfältigster Verarbeitung nach Jahren oder Jahrzehnten auftreten. Völlig verhindern läßt sich dies nur durch eine Gold- oder Schwefel-, oder Carbontonung.

Die fachgerechte Verarbeitung von SW-Papieren bildet die Basis für hohe Stabilität. Durch die zusätzliche Nachbehandlung mit dem Stabilisatror läßt sich ein wirkungsvoller Langzeitschutz erzielen.

Barytprints sind prinzipiell wesentlich stabiler als PE-Prints und eignen sich damit besser für Präsentation und zur Archivierung. Das oxidierte, diffusionsfähige Silber kann im Barytpapier in den Papierfilz wandern, mögliche Verfärbungen bleiben damit an der Bildoberfläche für längere Zeit unsichtbar. Im PE-Print verhindert die Kunststoff-Beschichtung unter der Emulsion das Eindringen der Silber-Teilchen. Die Wahrscheinlichkeit einer sichtbaren Veränderung steigt. Begünstigt wird der Zerfall des Bildsilbers durch hohe Temperatur, hohe Luftfeuchtigkeit und direktes Sonnenlicht, besonders in dem „Mikroklima“ eines geschlossenen Rahmens. Rahmenrückwände aus Faserplatten sind denkbar ungeeignet für die Haltbarkeit von Silberprints. Nach Renovierungsarbeiten mit lösungsmittelhaltigen Farben, oder Möbelrestaurierungen mit Formaldehyd sollte eine sofortige Hängung von Silberprints unbedingt vermieden werden!

Langzeitschutz ohne Tonung
Durch die Behandlung mit Lobostab wird das sich möglicherweise durch Oxidation bildende Silbersalz als farblose, unlösliche Silberverbindung ausgefällt. Diese neu entstandene, Sibersalzverbindung ist lichtunempfindlich, sehr stabil und umhüllt das Silberkorn wie ein Schutzmantel. Es wird eine hohe Archivfestigkeit erreicht, die fast dem Konservierungsgrad einer Schwefel- oder Carbontonung entspricht und die einer Selentonung bei weitem übertrifft.



500ml
Verdünnung zur Arbeitslösung 1+19
Kapazität: ca. 400 Filme oder 20m² Papier
Behandlungsdauer: eine Minute

Nach dem Schlußbad mit Labostab sind Filme ohne Warmluftzufuhr zu trocknen. Das Schlußbad muß ohne Tropfenbildung ablaufen können, bevor im Luftstrom getrocknet wird. Auch bei der Lufttrocknung von Prints ist darauf zu achten, daß keine Tropfen auf der Bildoberfläche stehen bleiben. Überschüssiges Schlußbad ist vor der „Liegendtrocknung“ durch Abquetschung, oder Abstreifung zu entfernen.
Bildbeispiele Lobostab

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